Wir traveln auch-Victoria

Elena und ich haben beschlossen, das "Travel" in "Work&Travel" mehr zu beherzigen und haben gestern einen Kurztrip auf Vancouver Island zu machen.

Schon die Fahr auf der Fähre war ein Erlebnis, denn wir haben ganz viele süße kleine Inselchen umfahren und waren das erste Mal hier auf dem Meer.

Leider kam das Wasser nicht nur von unten, sondern auch ordentlich von oben. Wir sind trotzdem wacker das Festland erkunden gegangen, aber nach einer Weile waren wir so durchgeweicht, dass wir uns ins Hostel zurückgezogen haben. Davor haben wir aber noch Sushi gegessen und uns eine leckere Schokowaffel geteilt. Die war guut.

Das Hostel war toll. Kleine bunte Minizimmerchen, ganz gemütlich, wenn auch nicht unbedingt für den Langzeitaufenthalt gedacht. Doch trotz der Tatsache, dass unser Zimmer zu 85% aus Bett bestand, haben wir uns darin einen schönen Abend gemacht.

Am nächsten Morgen schien uns dann glücklicherweise warme Sonne auf den Po und wir konnten gemütlich bummeln gehen und uns ein bisschen was von Victoria angucken. Das ist eine schöne kleine Stadt, mit mehr Charme als Vancouver.

Wir hatten durchaus das eine oder andere Shoppingerlebnis, was nochmal extra zum großen Glücksgefühl beigetragen hat.

Unser Ausflug war gefühlt sogar noch kürzer als real. Aber es hat sich gelohnt. Ich fand es schön, mal zur Abwechslung nicht von Hochhäusern umgeben zu sein.

Morgen wird Elena wieder trillernd die Kunden an der Kasse begrüßen und ich habe wieder Gelegenheit, mich an den Herdplatten zu verbrennen.

Leider zieht am Freitag eine ganz liebe Mitarbeiterin von mir in eine andere Stadt. Sie hat mir alles beigebracht, was ich weiß (zumindest was das Gebiet der Crêpe-Zubereitung anbelangt). Das wird noch ein trauriger Abschied. 

Grüße an daheim! Wir verlassen übrigens bald die bed-bug-Bude. Ein eigenes Bett wirds aber auch in der neuen Wohnung nicht für uns geben. Aber ich bin langsam daran gewöhnt, das Elena mich in ihrem Schlaf schlägt.

1 Kommentar 24.11.11 10:05, kommentieren

KAAALT!

Verdammt, es ist kalt. Also eigentlich hat es bei weitem noch keine Minusgrade und so dramatisch ist es auch nicht. Man kann noch mit Turnschuhen und Strumpfhose herumrennen ohne sofort eines grausamen Kälte-Todes zu sterben. Und trotzdem kommt es mir gerade so vor, als dürfte es kein Grad kälter werden in nächster Zeit, wenn diese Stadt hier mich als Fan behalten möchte. Aber wie Lilos Chef so gut sagte 'An und für sich ist es ja gar nicht kalt. Aber die Nässe macht es furchtbar.' Das ist nämlich der Punkt, es ist nicht schönes Wetter und eben leider auch ein bisschen kalt, nein, heute hat es wirklich den kompletten Tag durchgeregnet. Und wenn der Regen dann schön schräg von der Seite kommt durch den Wind... Ne, wirklich unsympathisch! Ich für meinen Teil hoffe, dass der Regen sich bald in Schnee umwandelt, meine liebe Freundin ist da glaube ich anderer Meinung ;-)

1 Kommentar 13.11.11 05:49, kommentieren

Unsere Mitbewohner (die menschlichen und tierischen)

Kanada ist Deutschland relativ ähnlich. Klar, es gibt Stinktiere statt Katzen, die Fenster werden gekurbelt und die Restaurants machen am Samstag spätestens um zehn zu, aber sonst gibt es nicht allzu viele Unterschiede. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht ganz so sehr umgewöhnen muss, andererseits wäre es auch spannend, völlig neue Kulturen kennenzulernen.

Dafür gibt es aber zum Glück unsere lieben Mitbewohner. 

Shiyuen hat chinesische Wurzeln, aber ihre Eltern kommen aus Vietnam, so richtig habe ich das nicht kapiert. Jedenfalls ist sie in der Schweiz aufgewachsen und weiß daher viel über die Mentalität der Asiaten zu berichten, was ganz praktisch dazu ist, Luke zu verstehen.

Luke ist ein total netter Typ. Er ist Koreaner und hat zwei paar Schuhe (jedenfalls zwei paar, die er benutzt). Das sind fast identische Turnschuhe, nur ist das eine Paar weiß, das andere Metallic-Lila.

Ich schreibe hier, weil ich doch noch mal loswerden muss, dass die beiden ernshaft einen Sack Reis gekauft haben. Keine große Tüte Reis, nein, einen ernsthaften Sack. Solche Säcke kauft man in Deutschland nur, wenn man zum Beispiel Holzkohle oder spezielle Erde kauft. Aber warum nicht? Sie essen wirklich die ganze Zeit Reis. Dafür werden wir ausgelacht für unser Brötchen-Frühstück. Der Reis muss auch immer verfügbar sein. Dafür heizt Tag und Nacht ein spezieller Reiskocher, damit ja kein Mangel entsteht. Da unsere Küche nur zwei Steckdosen hat, habe ich den Stecker mal rausgezogen, um den Toaster anzuschließen und vergessen, den Reiskocherstecker wieder reinzustecken. Ein fataler Fehler. Luke, der sonst immer gut drauf ist, ist ganz ernst zu mir gekommen um mir zu sagen, Lilo, vergiss das bitte nicht nochmal, dann haben wir nämlich nichts zu essen.

Luke hat neulich total erstaunt aufgeschrien, als er gesehen hat, wie Elena sich einen Honig-Toast macht. In Korea benutzt man Honig anscheinend nur zum kochen. Er hat sich ganz fasziniert selber auch einen gemacht, als wir das angeboten haben und fand es total lecker. 

Luke ist witzig und kindisch. Er guckt zur Zeit ständig Harry Potter. Shiyuen regt sich ständig über ihn auf. Andererseits ist er auch Manager eines Cafes, man sollte ihn also nicht unterschätzen.

Wir haben wirklich Glück mit den beiden. Sie sind total nett. Zwar regt es uns manchmal auf, wenn Luke seinen Abwasch, speziell eine Schüssel voller undefinierbarer roter Grütze, im Waschbecken stehen lässt, aber ansonsten gibt es keine Probleme.

Die ganze bedbug-Geschichte hat uns zusammengeschweißt. Ich nenne sie meine bed-bug-buddies.

Apropos, die bed bugs sind verschwunden, aber dafür haben wir jetzt neue Viecher. Luke und ich sind (bisher, und das bleibt hoffentlich auch so!!) nicht so stark betroffen, aber Elena und Shiyuen sind sehr zerstochen. Vor allem die arme Shiyuen, die schon am meisten von uns unter den bed bugs leiden musste. Aber Elena hats auch ziemlich erwischt, sie kratzt sich die ganze Nacht. Die neuen Viecher machen nicht viele kleine Stiche, sondern wenige einzelne große, die bei Shiyuen und Elena zu großen Beulen anschwellen. Das ist sehr geheimnisvoll. Was kann das sein, was so dicht auf die bed bugs gefolgt ist? Und warum ist Elena viel zerstochener als ich? Wir schlafen zur Zeit in einem Bett, da meins wegen allzu starken bed bug Befalls im Müll gelandet ist.

Die Kette der Insektengeschichten reißt nicht ab. Aber sonst ist alles in Ordnung bei uns.

1 Kommentar 8.11.11 06:55, kommentieren

Müll und so... ;-)

Ja verdammt, das Thema wirkt so ernsthaft. Aber trotzdem: Mir fiel nur heute mal wieder etwas auf, was ich irgendwie echt faszinierend fand – um es mal positiv auszudrücken. Deutschland ist ein verdammt umweltbewusstes Land! Bei mir zuhause ist es vollkommen selbstverständlich, Rest-, Bio-, Plastik-, Papier- und Glasmüll zu trennen. Und selbst wenn eine Familie keinen extra Biomüll hat, so kommt doch nicht alles einfach in die selbe Tonne. Hier in Kanada ist das ein bisschen anders… Hier wird alles radikal in genau den selben Müll geschmissen und ja, auch die Glasflasche mit der Bananenschale genauso wie den Pappkarton. Ich mein, das ist natürlich schon irgendwo praktisch, man muss sich so wenige Gedanken machen und für eine WG ist es irgendwie einfacher, aber es hat erstmal ein paar Tage gebraucht, bis ich ohne Gedanken so handeln konnte. Und damit möchte ich nicht sagen, dass ich soo toll und umweltbewusst bin, ich finde es nur ein bisschen… erstaunlich… wie unterschiedlich verschiedene Kulturen und Länder handeln. Um aber auch noch einen positiven Aspekt in der Art an Kanada zu äußern: Hier wird man in wirklich jedem Supermarkt sehr dazu angehalten, seine eigenen wiederverwendbaren Tüten mitzubringen und teilweise muss man sogar für jede noch so ‘billige’ Tüte bezahlen, alles der guten Umwelt zuliebe!

1 Kommentar 7.11.11 10:39, kommentieren

Halloween

Da war wohl am Montag Halloween... :D Zum Glück mussten Lilo und ich beide nicht arbeiten, Schwein gehabt ^^ Nach stundenlangem schminken, minimalen Streits wegen Schminksachen u.ä. und verdammt viel Albernheit sind wir Abends jedenfalls weggegangen, ins Celebrities, welches nur knapp 10 Minuten von unserem Haus entfernt ist. Es war ein ziemlich schöner Abend, alles andere wäre bei 35 $ Eintritt pro Person aber auch etwas deprimierend gewesen... Aber Vancouver überrascht einen wirklich immer mal wieder: trotz Halloween gingen ganz pünktlich um 3 nachts die Lichter an, die Musik aus, es gab keine 'Zugabe' mehr, sondern alle Leute gingen sofort ganz brav an die Garderobe und dann nachhause... Aber wie Caro das so schön kommentierte 'Dann bekommt man immerhin seinen Schlaf!' Fotos gibts mal wieder fürchte ich nur bei Facebook, ich schaffs immer noch nicht, hier welche hochzuladen.. Bestimmt nicht meine Schuld! :D

1 Kommentar 3.11.11 08:08, kommentieren

sind die bedbugs jetzt bittebitte endlich alle tot??? -.-

Gestern hatten wir unser zweites und hoffentlich allerletztes Bettwanzen-treatment. Hoffen wir nur, dass das jetzt einfach hält und hier keine mehr auftauchen, bis wir ausziehen... btw, wir haben irgendwie beide tolle Arbeitgeber: Uns beiden wurde für morgen freigegeben, einfach weil es unser einziges Halloween hier ist und wir doch feiern wollen :D

30.10.11 20:48, kommentieren

Fotos?!

Leider krieg entweder ich oder mein Laptop oder die Seite es nicht hin, Fotos hochzuladen... Solange müsst ihr euch also noch mit dem Facebook-Album zufrieden geben ;-)

29.10.11 07:46, kommentieren